Förderverein „Kultur- und Heimatpflege Neuhof e.V.“
Willkommen
„Schön, daß Sie uns gefunden haben.“
„Die Gipskarst-Region im Südharz ist ein einmaliger Naturschatz“
Der Wildbienenstand
Meinem Garten können Sie trauen
Es geht auch wesentlich kleiner
„Traue nicht dem Ort, wo kein Unkraut wächst.“ Autor unbekannt
Hereinspaziert, das Tor steht weit offen
Der Wildbienenstand, der die Welt leider nicht rettet. Einigen der 560 Wildbienenarten, die es in Deutschand gibt/gab bietet er aber eine Möglichkeit zum Nisten, harmlosen Lehm-, Grab- und Wegwespen übrigens auch. Die Flügeltüren sind mit einem Gitter versehen (2 x 2 cm, ummantelt); nicht nur Schutz vor Vögeln. Abstand zwischen Gitter und Nisthilfen mindestens 10 - 15 cm. Ab Anfang/Mitte November schraube ich ein Gestell, bespannt mit Sackleinen, davor. Die Nisthilfen sind so vor Schlagregen, Schneestürmen und -verwehungen geschützt. Der Optik wegen, manchmal mit Tannengrün verziert.
Mein Garten Eigentlich sind es nur zwei Rasenflächen, eine kleine vor dem Haus und eine große hinter dem Haus. Vorne ist noch ein Steingärtchen. Die Rasenflächen werden umschichtig gemäht, kleine Distel-Inseln lasse ich stehen und reichlich Brennnesseln um dem Kompost. Alles unspektakulär aber insektenfreundlich (un)gepflegt. Blumen mit ungefüllten Blüten habe ich auch, der Schwerpunkt liegt aber auf „Unkraut“, ganzjährig. Deshalb kann ich Ihnen sehr interessante Beobachtungen anbieten. Machen Sie es mir nach.
Er steht an einem Rundwanderweg mit direktem Anschluß an die Wanderwege „Karstwanderweg“ und „Grünes Band Deutschland/Harzer Grenzweg“. In unmittelbarer Nähe sind der Baumlehrpfad und der Gipsbrennofen des Fördervereins sowie die Stempelstelle 192 der Harzer Wandernadel. Er wird gesehen und regt zu vielen Fragen an. Viele Leute haben hier zum ersten Mal das Wort - Wildbienen - gehört.
Bohrungen in sehr trockenem Hartholz (hier Buche) (3 - 8 mm Ø mit jeweils etwa 10- facher Tiefe) Nicht in die Stirnseiten bohren. Saubere nicht ausgefranzte Eingänge sind ein Muß, Verletzungsgefahr der Flügel !
Niströhrchen (4 - 9 mm Ø und 12 cm Länge) Der Eingang ist nicht scharfkantig. Eine Seite verschließen ich mit Lehmputz, muß sein. Lose in kleine Kästchen gelegt, kann man sie leichter zur Reinigung oder zum Austausch entnehmen.
harmlose Wespen
Gegenspieler
„Steilwand aus Lehmputz“ Kästchen (H/B/T je ca. 20 cm +) mit Lehm-Oberputz gefüllt. Trockenzeit: 5 - 6 Monate an der frischen Luft. Lehmputz pur ! Mit Vorbohrungen zum Anlocken. (10 mm Ø und ca. 10 mm Tiefe)
Auschnitte aus Insektenhotels, aber -Ehrenwort-, was Sie nicht sehen ist auch nicht besser. Für Bauschutt und sonstige Abfälle gibt es mit Sicherheit andere Möglichkeiten der Entsorgung. Hier können keine Nester angelegt werden.
Mit diesen Nisthilfen machen Sie Wildbienen und Lehmwespen glücklich:
Hier sehen Sie niemals glückliche Wildbienen & Co. - auch Sie sind nicht glücklich. Der Aufwand war umsonst, sprich gleich Null.
Noch was: Hummeln, Schwebfliegen, Schmetterlinge, Florfliegen, Marienkäfer usw. nisten nicht in Insektenhotels, wohnen dort nicht und überwintern da auch nicht. Auch nicht in speziellen Hummel- bzw. Florfliegenstuben. Sie tun es einfach nicht.
Auf den nächsten Seiten stelle ich Ihnen Insekten vor, die obige Nisthilfen annehmen und was in einem insektenfreundlich (un)gepflegtem Garten abgeht. Nur was man kennt, kann man auch lieben. Ich bin sicher, Sie werden sie lieben, so sehr, daß ein Insektenhotel, -haus oder besser Wildbienenstand von Ihnen nachgebaut wird. Ich garantiere interessante Beobachtungen. Nicht erschrecken, wenn Sie „Gegenspieler“ sehen, die gehören dazu.
Quer durch´s Internet Quer durch die Presse
Folgendes ist fast wortgleich mehrmals im Internet und in der Presse zu lesen:
„Mauerbienen bestäuben um ein vielfaches effizienter als die Honigbienen.“
„Etwa 300 von 560 heimischen Wildbienenarten stehen auf der Roten Liste.“
„Manche Wildbienen sind auf bestimmte Blütenarten angewiesen. Verschwindet die Wildbienenart, verschwindet ebenfalls die Pflanzenart.“
„Wildbienen sind ungemein wichtig! Wir sind darauf angewiesen, daß sie zusammen mit anderen Insekten unsere Pflanzen bestäuben.“
„Seit 1989 ging über drei Viertel der Insektenmasse verloren.“
„Insekten bilden das Fundament eines gesunden Ökosystems.“
Quelle: wie gesagt, Internet und Presse
Der Imker kümmert sich um die Honigbienen, wir kümmern uns um Wildbienen & Co. Sie brauchen uns.
© Förderverein „Kultur- und Heimatpflege Neuhof e.V.“, Wilfried E. Hofmann