.
© Wilfried E. Hofmann, 2015
Förderverein “Kultur- und Heimatpflege Neuhof e.V.”  
(M)ein Hightlight im Stand.
Lehmwespen
Schornsteinwespe (Odynerus spinipes)
Juni 2015. “Steilwand aus Lehmputz” nur für die Schornsteinwespe, also ohne Vorbohrungen. Es sind neu angelegte Nester.  
Die Weibchen graben ihre Nester selbst. Den Aushub vermischen sie mit Wasser und bauen daraus einen “Wasserhahn”. Ist das Nest groß genug, werden anschließend ausschließlich Rüsselkäferlarven als Nahrung für die Nachkommen eingebracht. Natürlich erfolgt auch eine Eiablage. Zum Schluß wird der Eingang des Nestes mit dem Material des “Wasserhahns” verschlossen. (= Kurzfassung). Die Rüsselkäferlarve ging beim Eintragen ins Nest verloren. Sie wird von den Wespen dann nicht mehr beachtet.  
 Juni/Juli 2015 wurden 28 Nester angelegt, erstmals auch im lehmbefüllten Weinlagerstein.             Das heißt, ihr Gegenspieler         die Bunte Goldwespe            hat 2014 wohl keinen großen Schaden angerichtet.         (Chrysis viridula)
Sie gräbt auch schon verschlossene Nester der Schornsteinwespe auf, um ihre Eier an die verpuppte und eingesponnene Larve zu legen, von der sich dann die geschlüpfte Goldwespen-Larve ernährt.
Steilwand neu und alt. Die großen Löcher sind die erwähnten Vorbohrungen. Unter dem schwarzen Strich einige Nester des Vorjahres.
Lehmwespen           Wildbienen            & mehr 
Schornstein... Schornstein... Verschiedene Verschiedene
Hier hat die Wespe “mitgedacht”. Damit sie besser in das Nest schlüpfen kann, ist der “Wasserhahn” nach oben gebogen. Der Eingang wäre sonst durch den überflüssigen Aushub versperrt gewesen. Den Aushub habe ich entfernt, so sieht man die Krümmung besser und erkennt, daß die Wespe clever gebaut  hat.  
Die “Krümel” darunter braucht sie nicht; zum Verschließen des Nestes  wird der “Wasserhahn” wieder abgebaut. Rechts verschlossenes Nest mit halb abgebautem “Wasserhahn”. Die Bunte Goldwespe zeigt Interesse.
So klein (10 - 13 mm) und so schlau. Bei ihrer Mama konnte sie das nicht abschauen. NATUR!  
Sie fragen sich sicher, warum “Schornsteinwespe”, wo sie doch einen “Wasserhahn” baut. Die Schornsteinwespe “legt, zwar selten, ihre Nester auch in ebenerdiger, vegationsloser Erde an” und dann sieht der Vorbau einem Schornstein ähnlich.
                                   2012 entdeckt. Diese (natürliche) Nistmöglichkeit gibt es nicht mehr.                                                    Im gleichen Jahr hat die Schornsteinwespe Nester in dem Lehmputz angelegt, der eigentlich nur die Tonkinstäbe zusammenhalten sollte.                                                    Die “Steilwand aus Lehmputz” und der lehmbefüllte Weinlagerstein gab es schon. Angenommen wurden sie aber erst 2013 bzw. 2015.
Noch ein Highlight. Diesmal im Garten.